Eine Frau aus Bay­ern, die ihren Rund­funk­bei­trag nicht zah­len woll­te, er­strei­tet vor dem BVer­wG eine Grund­satz­ent­schei­dung: Ver­feh­len die öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der auf lange Sicht ihren Auf­trag zur aus­ge­wo­ge­nen Pro­gramm­ge­stal­tung, wa­ckelt ihre Fi­nan­zie­rung.

In welchen Ländern es keine Beitragszahlung gibt findet ihr hier

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In vielen europäischen Ländern wie Andorra, Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Rumänien, Russland, der Slowakei, Spanien, der Ukraine, Ungarn und Zypern gibt es keine direkte TV-Beitragszahlung, da die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über andere Wege wie Steuern oder den allgemeinen Staatshaushalt erfolgt. Auch in den USA und Kanada wird keine solche Gebühr erhoben. 
Europäische Länder ohne TV-Beitrag (oder mit veränderter Struktur):
  • Andorra, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Frankreich: Die Finanzierung erfolgt meist über Steuern oder den Staatshaushalt.
  • Liechtenstein, Litauen, Luxemburg: Die Finanzierung erfolgt über andere Wege, oft über den Staatshaushalt oder kommerzielle Sender.
  • Malta, Niederlande, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Ukraine, Ungarn, Zypern: In diesen Ländern gibt es keine direkte TV-Beitragszahlung. 
Außereuropäische Länder:
  • USA und Kanada: Es gibt keine Rundfunkbeiträge. 
Wichtige Anmerkung
  • Die Finanzierungsmodelle können sich ändern, aber das Fehlen einer direkten TV-Beitragszahlung bedeutet nicht unbedingt, dass der öffentliche Rundfunk kostenlos ist. Die Kosten werden stattdessen aus dem allgemeinen Staatshaushalt oder anderen Quellen gedeckt. 
  • Frank­reich

    In Frank­reich gibt es seit 2022 keine Rund­funk­gebühr mehr. Ab sofort finan­ziert der Staat die öffent­lich-recht­lichen Sender direkt. Zuvor betrug die Gebühr 138 Euro pro Jahr (11,50 Euro im Monat), also bedeu­tend weniger als in Deutsch­land. Das Ende hatte Präsi­dent Macron im Wahl­kampf 2017 verspro­chen und dieses Verspre­chen tatsäch­lich einge­löst. Kostenlos ist er damit aber auch nicht, denn die Finan­zie­rung wird mit den Steuern abge­deckt, die jeder Bürger zahlen muss.